Hartz-Reform
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Aktuelles 7 Stand: Juli/Aug. 2008
Ideologien
zur Hartz-Reform
Armutsbericht
2008
Der Staat
hat sich mal wieder Rechenschaft abgelegt über den Stand der
Verarmung in Deutschland.
Was
hier als statistische Definition von Armut kursiert, wenn nämlich
jemand mit unter 700,- Eur leben muss, sind staatliche Definitionen
dessen, was er für arm hält.
Oder
ändert es etwas an den materiellen Drangsalen der Leut, wenn sie
statt mit 700 mit 800 oder 900 Euro herumkrebsen müssen?
Die
Not der Leut für sich interessiert keinen Staatshänger. Sie
haben alle Freiheiten in Sachen kapitalistischer Ausnutzung der Leut,
der Kalkulation mit billiger Arbeitskraft in Kraft gesetzt und
betreiben selbst massiv mit Niedriglohnsektoren das Elend voran.
Und die Rezepte gegen die staatlich definierte Armut können sich auch sehen lassen:
1.
Ein
Mindeslohn, am besten bei 781,- Eur netto plus 1 - schon gilt der
staatliche Armutsbegriff hier nicht mehr. Hören die Geldnot und
die erzwungenen Einteilungskünste eines Arbeiterhaushalts dann auf?
2.
Mehr
Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende etc.
- genau die, von denen berichtet wird, die hier gezahlten
Armutslöhne seien
"Resultat betrieblicher und tariflicher Vereinbarungen sowie der stark sinkenden Tarifbindung"
sowie
.... der Zunahme der Beschäftigten im Niedriglohnbereich" .
(Tagesspiegel v. 20.05.2008, S. 2)
3.
Sozial
Eingestellte machen sich stark für höheren Hartz IV
-Satz als senkrechte Waffe gegen Armut. Das senkt natürlich das
Armutsrisiko, wenn man als Entlassener ohne Lohn und Brot dasteht und
den Gang als Almosenbittsteller antreten muss.- oder als
Niedriglöhner zum Aufstocker mutiert! Das, was als staatliches
Instrument der Regelung der (also unterstellten) Armut in der Welt ist,
wird hier als Mittel der Bekämpfung der Armut vorstellig gemacht.
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