Gesundheitsreform - Aktuelles 3
Heutzutage
arrangiert sie sich längst mit den sog. Gesundheitsreformen. - ja
sie gefällt sich sogar in der Vorreiterrolle dessen, welche
Leistungen demnächst noch weiter beschnitten bzw. wofür noch
härtere Zuzahlungen angebracht wären, worüber sie sich
am liebsten mit den politischen Machern im Rahmen eines
nationalen Gesundheitsrates ins Benehmen setzen würde.
"Die
Politik und die Kassen dürfen nicht länger behaupten, die
Patienten bekämen die notwendige medizinische Versorgung. und in
Wirklichkeit wird dieses Notwendige dem Finanzierbaren
angepasst... (Wegen der strikten Ausgabenbegrenzung sei) eine
Form von Rationierung med. Leistung unumgänglich. Bestimmte
Behandlungen sollten Patienten künftig selbst bezahlen..."
(zitiert nach Südd. Zeitung v. 19.05.08)
Ärzte bzw.
deren Vertreter (um der Differenzierung Rechnung zu tragen: Idealisten
in Gestalt eines Verbandes demokratischer Ärzte teilen dies zwar
so nicht, aber bezeichnend ist der "Sinneswandel" einer
anerkannten berufsständischen Organisation der Ärzte
gleichwohl - mal abgesehen davon, dass das Einfordern idealistischer
Grundsätze des Helfens und Heilens weit entfernt ist von der
Kritik an Grund und Zweck der sog. Gesundheitsreformen) wollen es nicht
mehr bei der Anklage belassen, wie schwer es ihnen die Politik
macht, ihrem hehren Beruf des Helfens und Heilens für die
Patienten nachzukommen. Sie sind sich nicht zu schade, sich zum
Parteigänger des Patientenschadens aufzuschwingen.
Daneben heucheln sie auf Ärztetagen etc. weiterhin herum, wie sehr
sie in der Freiheit der Therapieanwendungen eingeengt würden,
immer weniger für die Patienten tun könnten.
Dann vermeldet der Bremer Weser-Kurier am 21. Mai 2008: Ärztetag
"warnt vor drohender Unterfinanzierung" des Gesundheitswesens und macht
Vorschläge, wie mehr Geld in Gestalt höherer oder neuer
Sorten von Beiträgen ins System fließen könnte.
Obwohl es sich als patientenfreundlich vorträgt - der alte
idealistische Standpunkt der Umsorgung der Patienten ist dies nicht. Es
werden knochenharte Vorschläge präsentiert, wie sie eher
Politikern zu Gesicht stehen. Diesen Zynismus beherrschen letztere
allemal, dass, wenn die Leut Leistungen auf gewohntem Niveau haben
wollen, ihnen tiefer in die Tasche gegriffen werden müsse.
Ob Rationierung bzw. mehr Selbstbeteiligung einerseits oder mehr/neue
Beiträge andererseits: auf Kosten der Patienten geht beides
gleichermaßen.