Gesundheitsreform
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Aktuelles 10
Stand:
Mai 2009
Zur
Lüge und
Gemeinheit vom Patienten als Kostentreiber des Gesund-
heitswesens
Sie sind wieder aktiv - die
professionellen und Möchte-Gern-Fahnder nach den Schul-
digen
für die "Kostenexplosion" im Gesundheitswesen. Und sie werden
fündig: der Patient, der wegen jeder Kleinigkeit 10 mal und
mehr
im Monat zum Arzt rennt, der sich doch tatsächlich von der
Praxisgebühr nicht abschrecken lässt und immer noch
zum
(Fach-)Arzt seiner Wahl schlendert, der ungesundes, dick machendes Zeug
in sich hineinfrisst und hinterher Mittelchen gegen seinen
Cholesterin-Spiegel beansprucht.
All dies Beispielhaftes, auch,
wo man meinen könnte, hier liege ein unrationelles Verhalten
vor,
wenn jemand wegen der Fehldeutung normalen Kopfschmerzes auf selbigen
als Symptom für Gehirntumor dem Arzt die Tür einrennt
oder wo
schlicht Ernährungsumstellung anstünde, also selbst
letzteres
steht nicht für sich, sondern hier wird sich an
Höherem,
nämlich den Vorgaben der Politik abgearbeitet, die Kosten der
nationalen Gesundheit in den Griff zu kriegen. Wofür wohl?
Insofern der Staat mit fast allem und jedem als
nationalökonomischem Standortfaktor kalkuliert. der sich eben
in
der internationalen Konkurrenz des Marktwirtschaftens in
Wachstumserfolge beziffern lassen soll. Diese Sauerei wird keinerlei
Kritik unterzogen, wie Krankheiten und deren Behandlung funktionalisiert
werden für das nationale Großunternehmen, den
Reichtum von
Wirtschaft und deutscher Nation zu mehren. Dies Programm ist abgehakt -
und die Experten und Gesundheitslaien wetteifern nur noch um die
effektivsten "Steuerungsinstrumente", wie dem Kostentreiber Patient der
Marsch zu blasen ist:
Müssten
nicht statt 10 Euro eher 25 Euro Praxisgebühr sein, um der
Patientengier nach dem "Kulturgut Gesundheit" Einhalt zu gebieten?!
Sollte
angesichts der chronischen "Unterfinanzierung" des Gesundheitssystems
nicht eine sog. Prioritätenliste her, nach der schwerwiegende
Erkrankungen zuerst und vorrangig aus dem Beitragstopf bedient werden,
alles andere, auch Vorbeugung und Rehabilitation dagegen vom Patienten
selbst zu tragen wäre?! Dieser Fahndungswahn ist dem
Euthanasie-Gedanken kongenial, ob demnächst einer
80-Jährigen
z.B. noch eine neue Hüfte vorzuenthalten wäre, weil
ohnehin
zu nichts mehr zu gebrauchen und das baldige Ableben nicht mehr fern.
Wäre
nicht das Kostenerstattungsprinzip das wirkungsvolle
Abschreckungsinstrument, weil dann, wenn der Patient die Arztrechnung
bei seiner Kasse einreichen muss, dieser zusehen kann, wie er das
berappt, was seine Kasse nicht erstattet?!
Der Zynismus geht
für die Gemeinde der professionellen und ideellen
Gesundheitsverwalter ohnehin in Ordnung: die große Masse der
Arztbeansprucher landet in den Praxen, weil ihre Gesundheit systematisch am
Arbeitsplatz aufgrund der Überbeanspruchung der
Gliedmaßen
im Zuge der Leistungserbringung für den Profit der Firma,
durch
das Ausgesetztsein zahlreicher staatlich erlaubter Schadstoffe am und
außerhalb des Arbeitsplatzes, in Luft, Gewässer und
in der
Nahrungskette in Mitleidenschaft gezogen bzw. regelrecht
zerstört wird. Und wenn die Leute dann wegen Arthrosis, Herz-
und
Kreislauferkrankungen, Krebs und Atemwegsdefekten drauf angewiesen
sind, so es überhaupt noch geht, den erlittenen
Gesundheitsschaden
irgendwie einzugrenzen, dann drückt der
diesbezügliche
(Mit-)Verursacher Staat den Opfern der Renditeanstalten namens
Arbeitsplatz sowie der Luft-, Wasser- und Lebensmittelverdreckung auf.
dass sie ihm als Kostenbelaster zu sehr auf der Tasche liegen, also
für die von ihm
und seiner
Marktwirtschaft herbeigeführten
Gesundheitsdefekte geradezuzstehen haben: mit Praxisgebühren,
Zuzahlungen, Ausgrenzung von Leistungen und überhaupt mit
nicht zu
geringen Kassenbeiträgen, zwangsabgeführt von karg
bemessenen
Löhnen, aber staatlicherseits mit ersteren Werkzeugen
einzudämmen sind, also mittels einer Verlagerung der
finanziellen
Belastungen für die Reparatur ruinierter Physis auf und
innerhalb der Klasse der Abhängigen.
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